Eine Veranstaltung des Kinder- und Jugendparlamentes in Charlottenburg-Wilmersdorf, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer*innenfragen (AfA) in der SPD und der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Charlottenburg-Wilmersdorf
(veröffentlicht von Dunja Schimmel am 27. Januar 2020)

Auf dieser Veranstaltung werden wir über die Situation in Algerien informieren, aber auch unsere Solidarität mit der revolutionären Bewegung des algerischen Volkes ausdrücken und gemeinsam diskutieren, welche Initiativen wir weiter für die Freilassung von Louisa Hanoune und aIler politischen Gefangenen ergreifen können.

Wann: Montag, 17. Februar 2020, 19 – 21 Uhr
Wo: Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, Lily-Braun Saal

Dazu ganz aktuell der dringende Appell:
Sofortige Freilassung von Louisa Hanoune, Generalsekretärin der Arbeiterpartei Algeriens. Sie ist seit über neun Monaten im Gefängnis, nachdem sie von einem Militärgericht in einem nicht öffentlichen, politischen Prozess in erster Instanz zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Die Arbeiterpartei (PT) Algeriens hat in einer Pressemitteilung vom 21. Januar 2020 die Öffentlichkeit darüber informiert, dass nach Informationen ihrer Familie und Anwälte verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand besorgniserregend.

Seit dem 22. Februar 2019, also fast seit einem Jahr, ist das algerische Volk jeden Freitag in Massendemonstrationen auf der Straße. Und jeden Dienstag demonstrieren die Studenten, unterstützt von der Bevölkerung. Sie fordern einen Systemwechsel, Freiheit und Demokratie und die volle Souveränität des algerischen Volkes – die Freilassung aller politischen Gefangenen.

Louisa Hanoune hat ihren Platz in der Mitte des Volkes und seines Kampfes für Freiheit, Demokratie und nationale Souveränität eingenommen. Mit ihrer Inhaftierung soll diese Stimme zum Schweigen gebracht werden, soll ihre politische Meinung und ihr Handeln kriminalisiert werden.

Auch nach der von der Mehrheit des Volkes abgelehnten Präsidentschaftswahl werden diese Massendemonstrationen fortgesetzt. Die Regierung Algeriens versucht über die von ihr kontrollierten Medien die Befreiung von Häftlingen als eine „beschwichtigende“ Maßnahme darzustellen, die den Weg zur Öffnung des „Dialogs“ mit dem Volk frei machen soll. Doch die Repressionen und Verurteilungen haben nicht aufgehört.

Die erreichte Freilassung von Verhafteten, wie die von Lakhdar Bouregaa, Moudjahid und Kadour Chouicha, Vizepräsident der Algeriuschen Liga für die Verteidigung der Menschenrechte, verstärkt nur diese Bewegung.

Innerhalb von 24 Stunden haben 403 Perönlichkeiten, darunter Lakhdar Bouregaa, Moudjahid und Zora Drif-Bitat, Moudjahida sowie weitere Kämpfer des nationalen Befreiungskrieges, politische und gewerkschaftliche Verantwortliche, Menschenrechtsaktivisten, Anwälte, Künstler u. V. m., einen aktuellen Aufruf für die Freilassung von Louisa Hanoune und aller politisch Gefangenen unterzeichnet. Der Aufruf findet täglich neue Unterstützer.

Wir rufen dazu auf, folgende Forderung zu unterstützen:
„Sofortige und bedingungslose Freilassung von Louisa Hanoune, der Generalsekretärin der Arbeiterpartei, Karim Tabou, dem Koordinator der UDS-Partei, Fersaoui Abdleouahab, des Präsidenten des RAJ-Vernbandes, Foudil Boumala, Samir Belarbi und aller von dem Regime wegen ihrer Meinung Verhafteten. Zudem die Forderung nach Einstellung aller Gerichtsverfahren gegen sie und diejenigen, die bereits freigelassen wurden und auf eine erneute Verhandlung warten.

Zu der Veranstaltung rufen auf:
Berliner Komitee „Solidarität mit dem algerischen Volk – Freiheit fiir Louisa Hanoune“; Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Landesverband Berlin; die ASF Kreisverbände Charlottenburg-Wilmersdorf, Pankow und Tempelhof-Schöneberg, Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer* innenfragen (AfA) Landesverband Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf; die AfA KreisverbändeCharlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof Schöneberg und Reinickendorf; SPD-Abteilung „Rund um den Karl-August-Paltz; ver.di Ortsverein Nordwest: Arbeitskreis Europa des Bezirksvorstandes ver.di Berlin; Kinder und Jugend Parlament Charlottenburg-Wilmersdorf